Montag, 23. November 2009

Stoabeißer

Im wunderschönen Spätsommer (Mitte November?!?) zog es mich wieder mal in die Heimat und da sollte natürlich ausgiebig geklettert werden.
Norbert und mich packte der alpine Geist und wir gingen nun endlich, die schon länger geplante Mehrseillängenroute.
Entgegen unserem anfänglichen Zweifel lichtete sich der dichte Nebel noch bevor wir am Einstieg waren und ein traumhaftes Kletterwetter wartete auf uns.
Die Kletterei war super, jede Seillänge übertraf die vorhergehende in Punkto Schönheit und das Ambiente war sowieso spitze.
Kurz: Es war ein pures Vergnügen diese Tour klettern zu dürfen.





























Dienstag, 3. November 2009

Platteneuphorie am Hohen Nock

Wenn es in der Klettertour nach Rosmarin duftet, dann weiß man, dass man in Südfrankreich klettert. Wenn man beim Zu- und Abstieg im Schnee stapft, so weiß man, dass man wieder zurück in den Ostalpen ist und nochdazu nicht bedacht hat, dass ja bereits November ist.

Aber los ging es noch in wunderschöner herbstlicher Stimmung...


...bevor es bald winterlich und kalt wurde. Am Wandfuß freuten wir uns wegen der waschelnassen Turnschuhe schon sehr auf unsere Kletterschuhe.

Die Tour bot neben traumhaftem Panorama Wasserrillen vom Allerfeinsten!!


Nina auf der Suche nach den spärlich vorhandenen Bohrhaken:



Wasserrillen auf der gesamten Länge der Tour - echt a Hammer!



Nina und ich am Gipfel:



Beim Abstieg war die Stapferei dann nimma recht lustig, vor allem auch wegen der nahenden Dunkelheit...



Festzuhalten bleibt, dass es eine supertolle Kletterei war, die Wand mit 180 Metern jedoch viiieeel zu niedrig war!!

Maltatal

Wie so manch andere kamen auch zwei MotionRocker auf den Gedanken das perfekte Herbstwetter im Maltatal zu nützen.


Und die Erfolgsmeldungen die kommen dann nach dem nächsten Besuch...

Montag, 26. Oktober 2009

... aber schön wars trotzdem...

Alles begann und endete mitten in der Nacht - natürlich mit schwerem Rucksack und Stirnlampe.
Am Samstag war es endlich so weit: Der lang herbeigesehnte Sturm auf den höchsten Berg Österreichs konnte beginnen. Der Anstieg auf die Stüdlhütte war trotz schwerem Rucksack relativ schnell geschafft und der Rest des Tages verging wie im Flug mit im Schnee herumlaufen, Gletscher anschauen, meinen ersten 3000er kassieren und Schnee für den nächsten Tag schmelzen. Dann hieß es ab ins Matratzenlager, schließlich stand für den nächsten Tag kein Nachmittagsspaziergang am Programm...

04:00
Endlich aufstehen, schlafen konnte ich vor Aufregung eh kaum, schnell noch bissl Schnee schmelzen, Nudeln vom Vortag aufessen (nie wieder so ein Frühstück!!!) und restliche Sachen packen.

05:00
Rucksack schultern und los gehts! Sternenklarer Himmel und Sternschnuppen verkürzen den Weg über den dunklen Gletscher.
06:30
Sonnenaufgang genießen und in den Stüdlgrat einsteigen - das große Fürchten beginnt... :)12:30
Die schwere Entscheidung wird gefällt: Wir müssen uns mit dem atemberaubenden Panorama zufrieden geben, der Gipfel bleibt uns (fürs erste) verwehrt.
16:00
Abseil-Aktion erfolgreich beendet, der Rückweg muss angetreten werden.
20:00 Zurück im Tal, die Müdigkeit lässt einen die Enttäuschung verübergehend etwas vergessen.

Auch wenn wir nicht so erfolgreich wie gehofft zurückgekehrt sind, war es ein tolles Wochenende und das perfekte Panorama, die neuen Erfahrungen und die gesamte Stimmung in den Bergen entschädigen zumindest ein bisschen.

Montag, 19. Oktober 2009

Hüttengaudi

Um nicht ganz auf die berglustigen Leute aus meiner Heimat zu vergessen, verbrachte ich ein Wochenende mit NÖ´lern und W´lern in den Seckauer Alpen - genauer in der Triebentalhütte, einer gemütlichen Selbstversorgerhütte. Untertags wurden die Berge in der Umgebung erklommen und abends das Hüttenleben zelebriert.
Nach so einem ausgefüllten Wochenende lässt es sich gut, voller Vorfreude auf die nächsten freien Tage, in die neue Woche starten (außerdem muss der Muskelkater eh erst abklingen...).

Dienstag, 13. Oktober 2009

Wandern im Land der Bären

Nachdem sich bei den Motionrockern scheinbar nichts richtig bemerkenswertes tut, hier mal ein etwas "softer" Eintrag. Einen Gipfel in Kanada zu besteigen bedeutet ja normalerweise kilometerlange Hatscher, auf denen sich nur wenig tut um dann am Gipfel von einem enormen Panorama begrüßt zu werden. Diesmal war ich jedoch von der kürze des Aufstiegs überrascht. Nach nur 4.5 Stunden konnte ich auf diesem "kleinen Matterhorn" stehen. Bei der Aussicht blieb jedoch alles beim alten - einfach wunderbar.


Der Schnee macht nicht nur die Landschaft schön anzuschauen,

sondern macht auch die Präsenz von Bären und Pumas deutlich.

Bär

Puma

Dienstag, 29. September 2009

Korsika - die Fortsetzung...

2 Wochen Zeit - was tun?
Richtig Urlaub machen, das muss sein. Mit viel Klettern und Bouldern, aber auch Sommer, Sonne, Strand und Meer. Am besten ein gscheiter Roadtrip. Aber wohin solls gehn? In den Norden? Nein, da kommen wir ja quasi grad her. Also Süden.
Damit mein Seil, das ja Napoleon heißt, endlich mal seine Heimat kennen lernt, fiel unsere Wahl auf Korsika.

Rein ins Auto - ab nach Italien - rauf auf die Fähre - und am nächsten Morgen waren wir schon auf der für Macchia, Wildschweine, Napoleon und sogar Kolumbus bekannten Insel.
Größtes Bedürfnis: Klettern! Also ab ins Restonicatal und ein paar nette Touren begehen - außer uns waren dort fast nur die Kühe und Schweine unterwegs.
Um die Haut zu regenerieren, wurde ein Tag in Bonifacio verbracht - die Kreidefelsen, auf denen die Altstadt steht, sind einfach einen Besuch wert. Nach sooo viel sightseeing muss natürlich der angestaute Strom wieder vernichten werden - und dazu eignet sich ein kleines Boulderparadies, direkt am Meer gelegen, äußerst gut.

Auch das Schwimmen kam nicht zu kurz und neben dem Meer bieten sich in Korsika da die erfrischenden (oder auch eiskalten - reine Definitionssache) Gumpen an. Ach ja - die Hängebrücke wurde auch getestet, allerdings auf etwas andere Art als üblich. So hat sich Maxl auch im Urlaub eine Erstbegehung sichern können!

Klettern, schwimmen, kochen, gut essen, durchs Land fahren, bouldern, durch Städtchen bummeln, im Kaffeehaus sitzen, lesen und blödeln - da vergeht die Zeit wie im Flug! Es war ein toller Urlaub - und Napoleon hats auch gefallen.

Montag, 21. September 2009

Appenzeller Schmankerl

Ein Wochenende im September und zwei motivierte Stadtaffen - das kann nicht gut gehen oder doch?
Nachdem der Kessel inklusive Wald drumrum für Patrick und mich etwas zu klein wurde um uns mit dem Bike ordentlich abzuschießen, blieb uns nur ein Abstecher in die nahegelegene Schweiz.

In der Heimat des Appenzeller Käses strampelten wir eine planierte Forststraßenautobahn in Richtung Kamor Gipfel. Die Auffahrt ist nicht gerade eine radeltechnische Herausforderung und ab ca 1600 M trübte auch noch eine feste Gipfelnebelhaube den ansich blauen Herbsthimmel...

Ganz anders sieht die Welt oftmals nach einer zünftigen Jause aus. So auch diesmal. Die Abfahrt über den mit Tragepassagen gepickten Wanderweg und der darauffolgende Bilderbuch Trail ließen die Tour mit einer sehr guten Note aussteigen. Herrlich.



Sonntag, 13. September 2009

Korsika healing

Bongschur!

Nach dem etwas "aufreibenden" Südtirolwochenende war Verarbeitung und Erholung angesagt. Also kommt von mir - der seinen Namen mittlerweile redlich verdient hat - ein etwas längerer Bericht. Da nun eine Krankenschwester anwesend war, konnte nicht mehr viel schief gehen. Grundsätzlich ist das der 1. Teil der "motionrocker korsika story", die 2. Session wird vom Maxl dann hoffentlich noch kommen. Ohne wirklichen Plan ging es bei uns mal auf die Insel (Tipp: Österreichfahne nicht vergessen, sonst brechen die Separatisten ins Auto ein!). Reisebegleiter sind Tweety und die böse Katze - angsteinflössend, aber untergegangen ist das Ganze trotz 5-stöckigem Parkdeck nicht.

In Bastia angekommen gings gegen den Uhrzeigersinn nach Westen - zu viel Macchia (für jene, die es nicht kennen, bitte im Google nachlesen), also hielt es uns nicht lange dort.

Diverse Wunden vertrugen noch kein Salzwasser, also war meistens Süßwasserbaden angesagt:


















Napoleon behauptete einst, er kann seine Heimatinsel auf See bereits an ihrem Duft erkennen. Es ist bis heute noch ein Rätsel, wie der gute Herr das so einfach sagen kann - wir tippen auf den Duft der überall frei umherlaufenden Schweine und Kühe:
Weitere Stationen unserer Reise waren schöne Sandstrände an der Südwest- und Südostküste sowie ein Besuch der alterwürdige Stadt Bonifacio. Außerdem schafften wir es, alle mitgebrachten Sportgeräte mindestens 1x zu verwenden (Biketour zum Bavella Massiv - den Dolomiten Korsikas):





























Da der Heilprozess diverser Kletterbehelfsmittel (=Finger....) gut vorangeschritten war, konnte man wieder erste Erfolge im hervorragenden korsischen Fels verbuchen:

Nachdem wir und unser Zelt (das wie ein Berg heißt) einen Sturm der Hurrikankategorie heil überstanden hatten (welch Wunder) und am nächsten Tag herumschleichenden Campingplatzeinbrechern keine Chance gegeben wurde hat Gott sei Dank mein Ford mich den Unterschied spüren lassen ("Ford - feel the difference"): Da halten halt Wasserpumpen nur 110.000km.

Also Stopp der Heimfahrt um 03.00h bei Wörgl:


















Der erste Schlaf nach dem Urlaub dauerte 14h. Gut erholt haben wir schon den 1. Arbeitstag hinter uns - schön war's und sicher wieder mal.

Freitag, 11. September 2009

Another man's woman

Schon vor ungefähr 5 Jahre bin ich das erste Mal an diesem Stückchen Fels vorbeigelaufen. Begeistert war ich vom ersten Anblick an, gedauert hat es dann doch noch bis ich sie mein nennen konnte.

Eine derart 0bergradige Tour in nur 7 Klettermeter zu packen macht die Route einzigartig:
Minileisten, Dynamo, Heelhooks und ein langer Runout zum Stand runden das Programm ab.

Wenn es nach mir gehen würde, müßte die Tour „Another man’s harness“ heißen. Habe ich doch genau an diesem Tag erstmals in meiner Kletterlaufbahn meinen Gurt vergessen.