Montag, 11. Juli 2016

Die Gegend erkunden

Keiner scheint mehr zu Klettern, zu Wandern oder Bergzusteigen. Vielleicht ist die Hitze daran Schuld, aber jedenfalls tut sich auf dem Blog nichts mehr. Deshalb mal was ganz Neues: Laufen.

Ich hab mir vorgenommen die Wege und Forststraßen der Umgebung zu Erkunden und deshalb habe ich mich heute Vormittag aufgemacht Drachenwand, Schatzwand und Schober zu Umrunden - von Mondsee aus und über den Almkogel versteht sich.

Hat dann doch ziemlich ausgegeben. 22,6 km; 3:26 h; 920 hm

Genaue Runde (per GPS am Handy geht das)


Eibensee

Noch wenig fertig

Google Maps hat mir versichert, dass die Forststraße durchgehend ist. Ich musste schlussendlich doch ein paar hundert Meter solch ein Gelände queren.

Sehr fertig am Balkon

Donnerstag, 16. Juni 2016

Bouldern in Australien & die 3 wichtigen Fragen eines Klettertrips

Dass in Australien vieles anders ist als daheim war uns bewusst – Winter im Sommer und umgekehrt, Nordwände, die nicht die ungemütlichen Eigenschaften einer Nordwand aufweisen, Tiere, die sich hüpfend fortbewegen und von Autos magisch angezogen werden und solche, die mit ihrer Dosis Gift scheinbar 218.000 Mäuse töten können. Eines war aber bei unserem Bouldertrip in die Grampians und bei unserer Reise durch Down Under ganz genau wie bei anderen Kletterreisen auch: Die 3 essentiellen Fragen eines Klettertrips sind immer dieselben. 
WO SCHLAFEN WIR? Nachdem wir es endlich doch noch geschafft haben, die unendlich hohe Kaution für das Mietauto zu hinterlegen, erwies sich der angemietete Campervan als fahrbares Luxusheim. Unsere Reiserouten hatten wir vor dem Start nur ungefähr festgelegt – sightseeing in Melbourne und Jetlag ausschlafen, bouldern im Grampians National Park, Fahrt entlang der Great Ocean Road und weiter bis Sydney und alles wieder retour zu den Grampians – mit dem Camper kein Problem und noble Übernachtungsplätze fanden sich immer. Australien ist groß genug um überall seinen Camper hinzustellen und keinen zu stören. Wird man doch einmal von einem Security mitten in Sydney in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und vertrieben, so hilft einem dieser sogar danach einen passenderen Schlafplatz für die Nacht zu finden. Ungewohnt sind die sehr begrenzten Öffnungszeiten von Tankstellen am Land, da kann es schon mal passieren, dass man einen ungeplanten Übernachtungsstopp einlegen muss um nicht mit leerem Tank mitten im Nirgendwo zu enden.
 WAS ESSEN WIR? An australischen Schmankerln, die unseren müden Körper nach einem anstrengenden Klettertag wieder auf Vordermann brachten, fehlte es keinesfalls. Kängurusteak, Vegemiteroll, Rotwein, richtig reife Avocados en masse,… - what’s not to like about that?
 WO BOULDERN WIR? Mit Abstand die schwierigste der 3 Fragen, da der Südosten von Australien eine luxuriöse Auswahl an gutem Sandstein zu bieten hat. Der nördliche Teil der Grampians ist nach dem Buschfeuer von 2014 nun wieder zum Klettern geöffnet. Die Gebiete rund um den Mount Stapylton und den Hollow Mountain sind überschaubar aber beinhalten eine Unmenge an schwere Linien an super Fels und in wunderbarem Umfeld. 20 Meter Boulder im Höhlendach wie in der Hollow Mountain Cave oder Auflegerboulderei an den wellenförmigen Formationen des Kindergartens sind einzigartig. Als Alternative boulderten wir in Buandik, wo vor allem die harten Linien überwiegen.
Denkt man bei Sydney nur ans Opernhaus, die Harbour Bridge und Hochhäuser, so täuscht man sich. Innerhalb der Stadtgrenzen ist bester Sandstein zum Auspowern zu finden. Weniger steil als in den Grampians, aber von bester Qualität. Die von uns besuchten Gebiete Frontline, Trenchies und Sissy Crag lassen durch das Geschrei von Kakadus und Papageien ganz vergessen, dass man sich mitten in der Stadt befindet.
Ein Zwischenstopp am Weg von Sydney zurück in die Grampians führte uns noch in die Black Range im Hinterland von Canberra. Zur Abwechslung gibt es hier Graniteier, die versteckt im dichten australischen Wald liegen.
 
 

Nachdem es uns bei diesem Klettertrip so leicht viel, alle 3 wichtigen Fragen tagtäglich optimal zu beantworten, genossen wir die Zeit in Australien unglaublich und der Monat verging wie im Flug. Wer das unkomplizierte Reisen und geniale Sandsteinklettereien genauso liebt wie wir, dem sei ein Urlaub in Down Under wärmstens empfohlen!

Donnerstag, 2. Juni 2016

Kaylana Mitra

From time to time, you surprise yourself by floating up a vertical sea of rock.

Freitag, 13. Mai 2016

One more time

Diesmal aber wiiiirklich der allerallerletzte Skitourenbeitrag am Blog für diese Saison. Die Tour war eh schon mit Liebhaberbedingungen bzw. Bedingungen für vollkommen Verrückte verbunden. Das bedeutet: eine gestandene Biketour mit schwerem Marschgepäck als Aufwärmprogramm, dann eine schöne Frühjahrsskitour mit Wahnsinnspanorama und Firn. Zum Abschluss dann noch Schuachsuachn im Latschenalbtraum als endgültiges Vernichtungsprogramm. Fein wars trotzdem.



Montag, 18. April 2016

oa moi gehts no leicht

Nachdem das Tourenwochenende in Rauris aufgrund nicht optimaler Bedingungen zwei Mal verschoben werden musste, wurde es für dieses mal, bei auch nicht 100-%ig angesagten perfekten Bedingungen, durchgezogen. Das "nicht perfekt" zwang uns auch am ersten Tag aufgrund eines massiven Fönsturms zum Abbruch der Tour 100 hm vor dem Gipfel.



 
Für Sonntag waren fast idente Bedingungen angesagt. Somit piff der Sturm auch unbarmherzig ohne Unterbrechung weiter, sodass sogar die Nachtruhe auf der Hütte darunter litt. Aber nicht nur die Nachtruhe, sondern auch die Motivation. Für Sonntag war nämlich das Highlight Ritterkopf geplant. Der Gedanke des Schicksals des ersten Tages war allgegenwertig.


schön wars eh, nämlich schön windig. :)


Trotzdem starteten wir mit dem Auto zeitig von der Hütte hinunter zum Ausgangspunkt, um dann wieder eine gute Stunde zum Schnee zurück zu marschieren. Wie durch ein Wunder hat uns dann der Wind halbwegs verschont, der Ritterkopf als fast einziger der Tauerngipfel ohne Bewölkung. 
 
Was kann man sonst noch sagen... Vielleicht, so wie es der Hüttenwirt gesagt hat: "da ritter is nix für luschis". Oder: unglaublicher, perfekter Skiberg mit null verschwendetetn Metern (1800 hm auf 5 km). Oder einfach: f*in classic! :)

 
 

Dienstag, 29. März 2016

Innergebirgs-Poker

Trotz prognostiziertem Schlechtwetter starteten unmovedmover und netsomover Samstag morgens im Regen los Richtung innergebirg mit Ziel Imbachhorn. Leider war es auch dort, entgegen unserer Erwartung, noch komplett zugezogen mit leichterm Regen. Von den locals hatte sich auch noch keiner aus dem Haus getraut, sodass es für uns zum Spuren wurde. Anfangs gestaltete sich das aufgrund der Sichtbedigungen auch gar nicht so leicht, sodass Nebel und Schnee teilweise zum Spur anlegen nicht unterscheidbar waren.

erstes sonnenfenster, juhu



Oben riss es dann auf, und die imposante, bekannte Tenn Nord wurde sichtbar und erinnerte an unser fast genau auf den Tag 1 Jahr anniversary.

fette lawine war schon herunten..
 Auf ca. 2300 m war uns die Situation für den Gipfelanstieg über den letzten Hang dann aber zu haarig (Wumm-Geräusche, Riesenwächte und gut eingweht darunter). Somit wurden ein bisschen früher als geplant Seppls neue Powder-Latteln eingeweiht und bescherte uns auch ohne Gipfel eine traumhafte, komplett einsame Tour auf einen super Skiberg!



netsomovers Pinzgau-Aufenthalt wurde noch mit einem Schmitten-Skitag und einer gemütlichen Tour auf die Schwalbenwand gebührend verlängert.

imbachhorn über natis kopf, beschützt vom hohen tenn

Auf der Suche nach den Ostereiern

Alle Jahre wieder versteckt der Osterhase kleine und große Geschenke für Suchwütige. Doch wo gibt es die besten Ostergeschenke? Diese Frage stellen wir uns schon lange und die Suche danach führte uns in die entlegensten Gebiete (Maltatal, Tessin, Frankenjura, um nur einige zu nennen), in denen wir die verschiedensten Ostergeschenke vorfanden. Manche waren leicht mitzunehmen (richtige Geschenke eben), andere hatten nur eine Geschenkspackung und stellten sich dann doch eher als Zuckerl zum Zähne-Ausbeißen heraus.
Heuer führte uns die Suche in die Wachau, die ihre Schokoladenseite für uns hervorkehrte. Schon der Zustieg zum ersten Bouldergebiet konnte als Zuckerl bezeichnet werden:
Die ersten Ostereier wurden von uns schnell im Gras liegend gefunden und ruck-zuck einkassiert!
Auch in anderen Teilen der Wachau wurden wir fündig und vergnügten uns stundenlang in groooßen Osternestern mit Eiern in allen Größen und Formen. Maxl konnte auch hier einige Geschenke auspacken. Manche Ostereier erwiesen sich aber als hart wie Gneis und wir entschieden uns, diese für die Eiersuche im nächsten Jahr liegen zu lassen...
  
 Wir hoffen, der Osterhase hat noch viiiiele große und kleine Eier in naher und weiter Umgebung versteckt, die von uns bis zum nächsten Osterfest gefunden und einkassiert werden!
 

Freitag, 18. März 2016

Real Rock


Erschreckend aber wahr - heuer gab es noch keinen Kletterbericht auf unserem Blog!
Dolo's sind zwar geografisch schon korrekt aber der Schnee leuchtet dort auch jetzt noch von den Felsen und ausser an eine Winterbegehung ist dort an Sport in der Vertikalen noch nicht zu denken.

Also gebührt der erste Kraxel-Eintrag wieder mir. Schon wieder etwas gewöhnungsbedürftig wenn die Linien nicht durch Farben vorgegeben sind, die Griffe und Tritte nicht ganz eindeutig und das Wetter sowieso eine neue Variable darstellt. Genial aber allemal! 

Bei den ersten Ausflügen in den Osten war erstmals gewöhnen an den Fels angesagt aber es wurden auch schon Projekte verhaftet und wie immer, viele neue gefunden.


Ein Trip ins schöne Südtirol bestätigt nun auch dass die Form stimmt. Mit Profiteroles con panna gelingt mir eine Linie, die mir Weihnachten 2014 einfach nicht gelingen wollte.

Montag, 15. Februar 2016

Dolo not Solo

Für vier Tage waren Skitourentage in den östlichen Dolomiten angesagt. Dazu fand sich eine 13-köpfige interessensteilende Gruppe mit möglicher Vereinszugehörigkeit, die nicht die Naturfreunde sind, zusammen, um am Donnerstag auf die zu beziehende Unterkunft für die nächsten Tage zu marschieren. Erster Eindruck: Wetter top, Unterkunft top - juhuu!

auf gehts!
 Sodann ging es natürlich am Nachmittag gleich noch auf die erste Erkundungstour. Hier kam dann die große Ernüchterung. Vieeel zu wenig Schnee... Neben den nicht eingeschneiten Steinen war vor allem der unsichtbare Feind äußerst tükisch! Nach den ersten paar Schwüngen kam nach großem Skileiden also das Einsehen - nix geht. Der Rückweg wurde zu Fuß angetreten. Außerdem machte sich langsam die grausige Erkenntnis breit, dass die Tourenmöglichkeiten wohl äußerst eingeschränkt sein werden. Zusätzlich war der Bierpreis mit 5 € veranschlagt (zumindest wars ein Weihenstephaner).

Am nächsten Tag wurde ein Tal gewählt, bei dem wir darauf spekulierten, dass hier der Wind noch nicht so sehr gewütet hat. Nach 1,5 h Haatsch ging es endlich dahin. Die Gruppe war mittlerweile in drei Teile aufgeteilt. Der letzte Rest ging Richtung Monte Castello weiter. Tasächlich war es dann aber vom Schnee her besser. Es gingen sich somit auch noch einige schnittige Schwünge mit wenigen Krachern aus.

sogar no unverspurt
monte castello
 
Nichtsdestrotz führten unter anderem grppendynamische Prozesse dazu, dass ein Großteil der Delegation die Lage als aussichtlos befand, sodass bereits am Tag 2 beschlossen wurde, dass der Heimweg angetreten werden soll.

Leider unbestritten wirklich absolut schlimme Schneelage im Süden (bis gestern...). Trotzdem bleibt der absolut positive Eindruck von einer super Gegend. Immerhin konnte dann auch noch in der 2. Heimat ein Glemmer Classic angerissen werden, bei dem scharf Bruchharsch geschnitten wurde - wurscht, auch das war guat! 

Montag, 8. Februar 2016

Tuangeh in Beachtsgon

Da die Posts mittlerweile immer rarer werden, wieder mal ein Beitrag von mir.
Genau so rar wie die Posts sind auch die Skitouren im heurigen Winter (oder wie man das nennen soll). Umso wichtiger is es, dass man die guten Tage ausnützt wo's geht.
Die Berchtesgadner Alpen sind sowieso nie eine Enttäuschung und waren auch diesmal eine gute Wahl. Im Wald hats zwar a bissl gekracht und die Funken san geflogen aber in der Höhe dafür "windcompressed" puifa bei Sonnenschein - so wie's sein soll. Die lustige Faschingsgaudi war dann noch die gelungene Abrundung, wenn nicht der Höhepunkt des Ausflugs.