Dienstag, 8. Juni 2010

Tirol

Feuchte Luftmassen, die immer wieder Freude daran fanden über den Alpenhauptkamm zu wandern, bestimmten in letzter Zeit unser tun etwas mehr als wir wollten.
Ein Klettertag in den letzten Monaten hielt immer eine Überraschung bereit. Zustieg im Regen, wenn nicht Zustieg dann Abstieg im Regen, Regen beim Klettern oder Regen beim Sichern, falls man die Versuchung verspürte sich etwas zu weit vom schützenden Felsgestein wegzulehnen.
Vier Tage Zeit, eine feinfühlige meteorologische Analyse und die Graz - Salzburgerische
Großgruppe rollte Richtung Innsbruck. Was tun? Eh klar, klettern und auf Sonne warten!
Im Ötz- und Zillertal wurde geflasht, geonsighted und rote Punkte gemalt. Zwischendurch mussten immer wieder Wanderetappen eigelegt werden, da viel Regen auf viel Fels - auch in Tirol - nasse Spuren hinterlässt. Doch am Ende bekam doch noch jeder seinen Sonnenbrand!




Mittwoch, 26. Mai 2010

Urlaub bei Freunden

"Urlaub Daheim" is ja für die meisten Motionrocker inzwischen eine ganz normale Sache, für mich bleibt es aber eine Besonderheit. Mit einer langen To-Do Liste kam ich also Ende April nach Hause. Am Anfang lief es auch noch ganz gut: erster Klettertag - erster Sonnenbrand, erster Biketag - zweiter Sonnenbrand. Was dann kam, war allerdings nicht abgemacht: Regen, Schnee in den Bergen und Kälte.

Das Salzkammergut bietet jedoch genug Alternativen für nicht ganz perfektes Wetter und als Motionrocker weiss man ja, wo es trockene Felsen gibt. Obwohl ich 75% meiner mitgebrachten Ausrüstung nicht ausgepackt hab, war es eine wunderbare Zeit daheim. Gerade als ich mich wieder an Schweinsbraten, Kuchen und Schnapps gewohnt hab, gings auch schon wieder zurück nach Übersee.

War unglaublich schön Euch wieder mal zu treffen!

Hier ein paar Impressionen:

Rinnkogel

Im Faschingszug am Radsteigkopf

auch am Radsteigkopf

Radsteigkopf

Wanderung entlang der Drachenwand

Dienstag, 25. Mai 2010

Pfingsten in Graz

"Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen." Antoine Saint-Exupéry Diese Weisheit lässt sich leicht auf das Klettern umlegen - mit einem Unterschied: Die Freude am Felsen muss nicht erst wach gerufen werden, sie hat nie geschlafen. So ließen wir Lignano, Spring Break, oder wie diese Art von Vergnügen noch heißen, links liegen und besannen uns auf das, was wir am liebsten machen: Das lange Wochenende richtig ausnützen und klettern, in der Sonne chillen, Kaffee trinken, bouldern, die Natur genießen und gut essen. Ein Tag im Zigeunerloch brachte Maxl die Erstbegehung seiner Tour "Kartoffelpower" ein und auch ich war erfolgreich und kann nun endlich "Mini Cooper" von meiner Projekte-Liste streichen. Dann ging es einen Tag zum Spielplatz für große Kinder - in Waldstein packten Flo, Seppi, Maxl und ich den Boulderstrom aus und vernichteten jede Menge Energie. Zu guter Letzt schlossen wir uns den Menschenmassen an, die sich der Bärenschützklamm in Mixnitz entgegen schoben. Sobald wir allerdings die Forststraße verlassen hatten, fand die Überfüllung zum Glück ein Ende und wir konnten den Tag am Felsen noch richtig genießen. Und wenn das Motto "Bled schaun kostet!" tatsächlich wahr wäre, wären wir jetzt vielleicht schon Millionäre...

Dienstag, 20. April 2010

Bergrettung Elitetrupp

Der diesmalige Bergrettungskurs brachte uns neben vielen Übungen und Vorträgen auch super Touren - dank unseres Ausbildners Heli, der uns abends noch ganz unerwartet auf den Priel zahte, während die anderen Gruppen bereits in der Schneehöhle Glühwein kochten (weswegen ich anfangs auch gar nicht erfreut war über den spontanen Gipfelsturm).
Der Aufstieg über die Brotscharte:

A weng finsta is scho wordn...

Um 20.30 Uhr kamen wir dann bei dem gigantischen Gipfelkreuz an,...

...wo sich die Wolken lichteten und eine wunderschöne Stimmung preisgaben!!

Eine bescheidene kleine Schneehöhle...

Die nächste Tour ging über den Klettersteig auf die Spitzmauer, was uns sodann den verheißungsvollen Namen Bergrettung Elitetrupp einbrachte, da die restlichen Kamaraden bereits ins Tal abstiegen, während wir steil bergauf zum nächsten Gifpel stiegen.

Manchmal waren die Seile nicht mehr auszugraben...

Die Abfahrt ging auf der anderen Seite hinunten durch die Maisenbergrinne:

In der Schlüsselstelle:

Traumhafter Firn und eine sehr selktive Tour!!

Ein Dank an meine Kamaraden Bernd, Sigi, Heli und Christian!!

Samstag, 17. April 2010

Osteraktivitäten der Daheimgebliebenen

Auch der Gegenpol zu den Tessinurlaubern, also die Daheimgebliebenen und wiedermal heimgekehrten, war während der Osterfeiertage nicht ganz faul.
Biken am Mondseeberg...Gipfelsturm auf den Schober... oder bouldern im Kremstal...

Samstag, 10. April 2010

Österlicher Bouldergenuss im Süden

Osterzeit heißt nicht nur Kletterzeit sondern auch Reisezeit. Unser Plan war es beides zu vereinen, so sattelten wir die Karre und kutschierten über verschneite Alpenpässe ins Tessin.

Sonne, milde Temperaturen und eine leichte Brise ließen den Kastanienwald zum Spielplatz für große Kinder werden. Viele, viele Boulderprobleme, guter Granit mit entsprechendem Grip sorgten nicht nur für gute Laune und schönen Stunden sondern nach 2 Tagen anreißen in Chironico auch für dementsprechend ruinierte Haut (oder eben keine mehr) an den Fingern .











































Ein Ruhetag musste also her – anstatt den Fingern sollten nun mal so richtig die Füße beansprucht werden. Dank Schneefahrbahn, Sommerreifen und zu vielen Höhenmetern wurde aus dem geplanten Gipfelsieg ein Wanderungs-hatscher, jedoch mit Traumpanorama. Auch schön, vor allem der Kaffeehausbesuch und die Jause im Anschluss daran.
Nach einem weiterem Bouldertag in Chironico, einem Meet & Greet mit „alten“ Bekannten aus Innsbruck und Norwegen gings abschließend nach Cresciano. Auch wenn wir die Highballs Highballs sein ließen, gabs am Ende doch noch Einiges zu erklimmen – so lange bis Hautmangel und brütende Hitze das Ende des Urlaubes einläuteten.




















Fazit: schön wars + das Tessin wird uns wieder sehn. Kleiner Tipp am Rande der in die Rubik „nachher is ma immer gscheita“ fällt: besser nicht schon mit ruinierter Haut ins Tessin fahren (besser wird’s dort auf keinen Fall werden ;) )

Montag, 22. März 2010

Wien Meidling, Zugendbahnhof.

Achtung Bahnsteig 2, Intercity 752 von Graz Hbf. nach Wien Meidling fährt ein. Bitte Vorsicht.“
Ja, das ist die traurige Wahrheit: Das Wochenende ist schon wieder vorbei und ich sitze im Zug Richtung Norden. Der Schaffner schaut mich schief an, als ich ihm meine Fahrkarte gebe – verständlich, schließlich sind meine Hände nach 3 Klettertagen nicht mehr die gepflegtesten… So ein Wochenende hinterlässt eben seine Spuren.Kanzianiberg, Maltatal und Göltschach – Maxl, Flo und Birgit – das war eindeutig eine gute Kombination aus perfekten Linien, meist strahlendem Sonnenschein, harten Bouldern, heißen Lagerfeuern, kühlen Nächten unterm Sternenhimmel und jeder Menge Spaß.Ganz im Vorbeigehen hatte Maxl plötzlich nicht nur den Boulder „Marmelade auf der Schulter“, sondern auch gleich „Xeni Styler“ und „Outside“ kassiert und Flo zeigte allen wo die Leistenknaller zuhause sind. Der Jumpstyle der Krocha ist an den beiden auch nicht spurlos vorüber gegangen, was sich beim Doppel-Dynamo am Boulder zum Tagesabschluss zeigte. Mit "Everdry" konnten Maxl und Flo einen Klassiker am Kanzianiberg klettern und auch am letzten Tag fanden sich noch genügend (und ungewohnt lange) Routen zum Auspowern. Ja, so muss ein richtiger Frühlingsbeginn aussehen! Nur schade, dass immer so schnell wieder Sonntag Abend ist... "Nächster Halt: Wien Meidling, Zugendbahnhof. Bitte alle aussteigen."
Für mich heißt das: noch 5 Tage bis zum nächsten Wochenende... und eines ist sicher: nach den Arbeitstagen in der "Großstadt" kann ich wenigstens jeden Moment in der Natur richtig schätzen!
Und mein Grinser nach diesen Tagen in Kärnten hält bestimmt noch lange genug an, um alle grantigen Wiener wissen zu lassen: Ich hatte eine tolle Zeit! Und die nächste kommt bestimmt...

Sonntag, 14. März 2010

Winter Adee die Zweite

Ich war diese Woche im Tal Val Maira im Süden des Piemonts, umgeben von kulinarischen Höchstgenüssen und skifahrerischen Highlights. Barollo, Dolcetto und Barbera trank ich mehr als Wasser. Antipasti war mir eine viel zu große Wonne. Aber ich war ja nicht zum vergnügen dort :-), sondern durfte gemeinsam mit einem Kollegen eine Gruppe höchstmotivierter Skialpinisten in die Berge führen. Schön wars! Aber jetzt wird es auch bei mir endgültig Zeit die Kletterschuhe zu entstauben.

Samstag, 13. März 2010

Winter ade

Weil es noch mehr Schnee als Schneeglöckchen gibt, mussten wir unserer Fantasie freien Lauf lassen und so tun, als ob der Frühling schon da wäre. Ein Bouldertag in Merkenstein begann mit eingebildetem Sonnenschein und endete mit starkem Schneefall. Die Leistungen blieben trotzdem nicht aus. So konnte Birgit "Tarzan" klettern und mir gelang mit "Totem sd" der Ausgleich zum 1:1 gegen Merkenstein und anschließend der Siegestreffer mit "Stiegergasse 8b".
Am Wochenende darauf ging der Frühling in unseren Köpfen in die zweite Runde. Ein Tag bouldern in der Peggauer Höhle brachte die "Klem Traverse", "Tutto Gas" und "Bruder des kleinen Nichts" - also eine ganz schöne Aufmöbelung meiner Boulderliste.
Um die Ausdauer nicht ganz zu vernachlässigen, kletterte ich noch "Kleiner Lauser" und "John Brown reitet wieder" im Rettenbachtal und auf der Peggauer Wand.

Und das Beste daran: Der richtige Frühling kommt erst!

Dienstag, 2. März 2010

Semesterferien!

Zum ersten Mal seit meiner Hauptschulzeit konnte ich wieder Semesterferien genießen.
Was tun? Ganz einfach - den Flo ins Auto gepackt und ab in Richtung Schweiz. Den Originalplan einer Matterhorn Nordwand Besteigung mussten wir aufgrund von Lawinengefahr fallen lassen.
Kurzerhand ging es zum Eisklettern nach Unterschächen, wo uns einige tolle Linien gelangen, aber der Föhn trug seines zur Schmelze bei und wir waren wiederum gezwungen die Zelte abzubrechen.
Noch eine kurze Nobelhotel Nächtigung in Rankweil plus feinstem Sportklettergenuss in Lorüns und schon sahen wir uns zwei Tage später am Fuße der direkten Nordwand der Bischofsmütze wieder. Hier bekamen wir unser Abenteuer, was danach auch ausgiebig gefeiert wurde! Viel Spaß mit unserem Kurzfilm - ich musste ihn leider stark komprimieren.