Samstag, 3. März 2018

Saisonzwischenbericht II


Zur Halbzeit der erlangten paradiesischen Flexibiltät in Sachen Tourenplanung, auch ein kurzer Zwischenbericht von mir. Vorbei sind die Tage, an denen man bei Traumwetter im Büro sitzt und davon träumt, dass man doch nur den Tag für eine Skitour nutzen könnte.

Dass dieser Winter bisher fast über den gesamten Zeitraum traumhafte Bedingungen bietet, ist zusätzlich die Krönung. Somit konnte auch die heuer angeschaffte Powderausrüstung fast ausnahmslos ausgeführt werden und ich kann sie somit zweifelsohne als die wahrscheinlich beste Investition meines Lebens bezeichnen. So, nun aber Schluss mit den Superlativen, getourt wurde natürlich auch:

perfekte Bedingungen - wie sooft heier

der forste Ebner
der disco-seppinger
der stürmische Grat

die schönen berge
Speziell erwähnt werden muss die vermutlich - sorry ein Superlativ kommt doch noch, aber es muss einfach sein - beste Tour meiner bisherigen Skitourensaisonen auf den Blessachkopf im Hollersbachtal. Die Pulvertraum-Skihänge in einer absolut eisamen Gegend müssen zwar mit einem Mega-Talhatscher plus Waldsteilstufe erkauft werden, bieten dann aber auf 1800 hm eine absolut perfekte Abfahrt.


im vordergrund links plattiger habach und rechts hohe fürlegg mit habachkees - den dahinter muss jeder MOROler kennen :)


Nach dem grausigen Gegenanstieg raus aus dem Tal und insgesamt 2300 hm geht sich noch das Beiwohnen beim Finale des Eisstocktuniers im Wochenendbasislager aus. Im Festzelt kann noch glücklich ein Bier auf die gelungene Tour gehoben werden und die Kameraden geben mir auch dankeswerteweise noch Lebensweisheiten mit auf den Weg ("net immer Bergehen, Kinder sollst machen"). Ob die Festzeltkameraden selbst zu diesem Zeitpunkt noch zu diversen Aktitäten fähig sind, ist allerdings mehr als stark zu bezweifeln. :)




Donnerstag, 28. Dezember 2017

Saison Zwischenbericht

Nach dem letzten Post ist nun doch schon wieder ein Zeitl vergangen und nach der Saisoneröffnung ist die Saison schon in vollem Gange. Sogar auf die Schafbergbesteigung wurde verzichtet um ein paar Spuren in den Schnee zu ziehen (Hoffentlich geht das gut aus... ).
Das besondere an den Touren war nicht etwa der Schnee oder das Wetter, oder die ultimative Route sondern wieder mal in uraltbekannter Gemeinschaft unterwegs zu sein, wie es eh kaum noch vorkommt.










Mittwoch, 18. Oktober 2017

Saisoneröffnung by fair means


Nachdem mir nachgesagt wurde, dass ich bereits seit Wochen unrund sein sollte, musste kurzfristig ein Urlaubstag zur allgemeinen Beruhigung konsumiert werden. An diesem Urlaubstag wird natürlich der goldene Herbst noch einmal ausgenutzt.

 

Wie letztes Jahr wurde aufs Kitz marschiert. Einziger Unterschied zum letzten Jahr: Wetter top und Gipfel wurde auch noch mitgenommen.


ganz schön luftig oben
bildmitte rechts: man sagt, die vielleicht beste skitour der ostalpen (net der glockner :) )

 

Naja und vielleicht noch der Unterschied, dass heuer das Sauwetter nicht als Ausrede benutzt werden konnte um mit der Bahn ins Tal zu fahren. Somit kamen 2.350 hm und knapp 24 km zusammen.  Jegliche Bewegung nach der Tour wird mit stechenden Schmerz quittiert, wodurch das Elektrolythaushalt auffüllen dieses mal nur unter erschwerten Bedingungen statt finden konnte. :)

steigeisen waren absolut kein luxus
do warma oben

Samstag, 14. Oktober 2017

Steirischer Herbst

Ich bin mir nicht sicher ob den Blog überhaupt noch wer liest, nach langer Zeit breche ich aber jetzt wiedermal das Schweigen. Der steirische Herbst (nicht zu verwechslen mit der Kulturveranstaltung) ist jedes Jahr garant für allerlei Outdoorschmankerl. Dieses Jahr steht der Hausberg der Grazer, der Schöckl im Mittelpunkt. Nach der Tiroler Bergdefinition ist der Schöckl zwar kein Berg, nicht einmal ein Kogel, maximal ein Bühel, dennoch ist er garant für verschiedenste lustige Aktivitäten. Vom Bouldern mal abgesehen (dafür is es eh noch viel zu warm), das ja am Schöckl auch betrieben wird,  hat es sich etabliert, die Bodenkontaktzeit beim Abstieg zu minimieren. Dafür sind verschiedene Methoden geläufig.





Von besagtem Bühel wollte sich auch Netsomover einen Überblick verschaffen und hat promt sein Bike eingepackt. Die Tatsache, dass am Gipfel auch Bier ausgeschenkt wird hat ihn jedenfalls restlos überzeugt.




Sonntag, 6. August 2017

Alter Schwede - Gearklettern in Bohuslän

Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ein Auslandssemester während des Studiums wurde mein Fokus zum ersten Mal auf Schweden gelenkt. Natürlich suchte ich nicht nur nach passenden Lehrveranstaltungen, sondern auch nach Klettermöglichkeiten an der Westküste Schwedens. Zumindest ein paar Boulder und Sportklettereien konnte ich vorab eruieren und so begab ich mich mit der entspannten Einstellung in den Norden, dass ich das eine Semester wohl auch mit weniger Felskontakt irgendwie überstehen werde – in der Halle kann man ja immer trainieren…

Gekommen ist es dann ganz anders, die Unibesuche erlebten eher ein Schattendasein und geklettert wurde bis zum Abwinken. Meine Vorstellung von ein paar Felsen wurde bei Weitem übertroffen – gleich außerhalb der Stadt reiht sich ein Kletter- und Bouldergebiet an das Nächste und der Granit ist von der allerbesten Sorte.

Mit Routen, die selbst abzusichern sind, hatte ich damals noch wenig am Hut, daher wurden die Gebiete in Bohuslän damals links liegen gelassen. Anders dieses Jahr –  in unserem zweiwöchigen Schweden-Kletterurlaub klippten wir keinen einzigen Bohrhaken sondern sicherten uns nur mit Friends und Keilen.
Nach einer 17stündigen Autofahrt erreichten wir die ersten Granitwände außerhalb von Göteborg. Sofort stellte sich ein vertrautes Gefühl ein – die Felsen, der Wald mit all den Bouldern, der Blick über die Stadt. So, als wären nicht 8 Jahre, sondern nur 8 Monate zwischen meinen beiden Besuchen vergangen. Klettern in Schweden ist sehr simpel: kurze Zustiege, überall Übernachtungsmöglichkeiten und schöne Badeplätze an unzähligen Fjorden. Bis auf einen regenbedingten Ruhetag verbrachten wir unsere Zeit in Schweden an den Felsen oder bei einer Abkühlung im Meer. Klingt nach wenig Aufregung, aber die tägliche Abreibung und Adrenalinausschüttung gab es ohnehin, wenn wieder einmal kein passender Friend am Gurt war oder der letzte nicht so im Riss saß, wie wir gerne wollten. So verging der Urlaub wie im Flug – und bis zu meinem nächsten Schwedenaufenthalt vergehen nun hoffentlich nicht mehr 8 Jahre…


 




Donnerstag, 22. Juni 2017

Im Sommer sollst du nicht...

...Skitouren gehen. So wird es mir am Vortag des 20.06. am Badeplatz Schwarzindien bei einem gmütlichen Weißbierli erklärt. Umso besser, dass der astronomische Sommerbeginn erst am 21.06. ist - somit kann noch ein Tag für eine gemütliche Früjahreskitour verwendet werden, um dann endgültig die Saison zu besiegeln.

Die innere Uhr weckt mich dieses mal schon um 02:22 Uhr. Tourenpartner Gerhard hat ebenfalls schon einen verfrühten innerlichen Weckruf verspürt und somit gehts vor der vereinbarten Treffpunktzeit schon los Richtung Kaiser Franz Josef Höhe. Der Plan ist, einfach mal die Lage checken und dann je nach Schnee- und Spaltensituation die Gipfi wählen. Als erstes schauen wir mal auf den Mittleren Bärenkopf. Dort zieht es dann kurz gewaltig zu und wir bangen schon, dass wir die Tour verfrüht abbrechen müssen. Gott sei Dank war es aber nur ein kurzes Nebelintermezzo und es reißt wieder auf.

1,5 h koffern muss schon sein

prachtberg - johannisberg
 Ständig Österreichs Höchsten in Griffweite, geht es runter auf den Pasterzenboden. Die Abfahrt ist auch noch erstaunlich gut, vor allem da es in der Nacht nicht geforen hat. Unten angekommen, beschließen wir, dass wir unsere Mini-Seilschaft starten, da schon einige Spalten erkennbar sind. Spur-Machine Gerhard sorgt dafür, dass wir in nicht allzulanger Zeit auch schon auf dem Johannisberg stehen. Ein Berg wie aus dem Bilderbuch!

schockierender zustand der pasterze :(
spur machine "i mag keine flachen spuren" gerhard  auf den letzten metern
 Nach ausgiebiger Rast fahren wir ab und steigen noch ein letztes mal auf Richtung Oberwalderhütte auf. Als der Schnee aus ist, treffen wir seit langer Zeit wieder Menschen. Die können gar nicht glauben was sie sehen und somit hören wir ein "picture with me". Gleich darauf stehen wir schon da zum Foto posen. Das Ganze steigert sich noch als wir am Parkplatz der Franz Josef Höhe zurück sind. Ausnahmlos jeder schaut zu uns herüber wie wir mit den Skischuhen und schwerem Marschgepäck daherklappern und werden misstrauisch begutachtet. Da schaut man nur, dass man Meter gewinnt und eine stressfreie Tourennachberesprechung beim local Wirt des Vertrauens durchführen kann.
gipfi johannisberg

wohooo
 Danke für diese Megasaison! Es war bis jetzt die erlebnisreichste und ergiebigste. Insgesamt waren es gute  75 x Touren, bei denen an die 75.000 hm erklommen worden sind. Danke auch an alle Tourenpartner und Partner. Freu mich auf die nächste Saison mit euch! :)


Mittwoch, 14. Juni 2017

Elmgrube

Schlechtwetter, Freizeitstress, Badezimmerrenovierung,... für richtige Outdoor-Wochenenden blieb in den letzten Monaten leider nicht oft Zeit. Doch nun haben wir es endlich wieder geschafft, lang geplante Vorhaben in die Tat umzusetzen. Gleich nach dem erfolgreichen Wochenende im Elbsandstein ging es mit Claudia und Hari ins Tote Gebirge.
Dort wurde in schönster Umgebung in der Sonne gechillt, gebouldert und der Salzofen bestiegen. Auch Kasnocken in der besten Jagdhütte überhaupt haben nicht gefehlt.
Ein durch und durch geniales Wochenende!

Dienstag, 13. Juni 2017

Elbsandstein

Lange davon geredet, nun endlich durchgeführt – ein Trip in die sächsische Schweiz. Die Sandsteintürme dort sind vor allem durch die wilde Absicherung bekannt. Lässt sich die Route nicht mit Knotenschlingen oder anderen weichen Sicherungsmitteln selbst absichern, so sind vereinzelt Ringhaken angebracht.

Die ersten beiden Tage blieben wir auf der tschechischen Seite und boulderten bei Sneznik und Modrin. Beide Gebiete sind sehr empfehlenswert und durchaus eine Reise wert. Positiver Nebeneffekt ist extrem billiges Essen und der Bierpreis beim Wirten pendelt bei der 1 Euro Marke.

Mein persönliches Highlight des Trips war jedoch eindeutig die Seilkletterei – leichte Routen die 25 Meter hoch sind und nur einen Ring auf 15 Meter Höhe haben. Da gelangt man nicht nur auf Grund des Chalk-Verbots ins Schwitzen. 
 






Als Abschluss legten wir noch eine Bouldereinheit im Bahratal ein und kletterten an den extrem steilen Sandsteinboulder im Sektor Schlachthaus.