Donnerstag, 22. Juni 2017

Im Sommer sollst du nicht...

...Skitouren gehen. So wird es mir am Vortag des 20.06. am Badeplatz Schwarzindien bei einem gmütlichen Weißbierli erklärt. Umso besser, dass der astronomische Sommerbeginn erst am 21.06. ist - somit kann noch ein Tag für eine gemütliche Früjahreskitour verwendet werden, um dann endgültig die Saison zu besiegeln.

Die innere Uhr weckt mich dieses mal schon um 02:22 Uhr. Tourenpartner Gerhard hat ebenfalls schon einen verfrühten innerlichen Weckruf verspürt und somit gehts vor der vereinbarten Treffpunktzeit schon los Richtung Kaiser Franz Josef Höhe. Der Plan ist, einfach mal die Lage checken und dann je nach Schnee- und Spaltensituation die Gipfi wählen. Als erstes schauen wir mal auf den Mittleren Bärenkopf. Dort zieht es dann kurz gewaltig zu und wir bangen schon, dass wir die Tour verfrüht abbrechen müssen. Gott sei Dank war es aber nur ein kurzes Nebelintermezzo und es reißt wieder auf.

1,5 h koffern muss schon sein

prachtberg - johannisberg
 Ständig Österreichs Höchsten in Griffweite, geht es runter auf den Pasterzenboden. Die Abfahrt ist auch noch erstaunlich gut, vor allem da es in der Nacht nicht geforen hat. Unten angekommen, beschließen wir, dass wir unsere Mini-Seilschaft starten, da schon einige Spalten erkennbar sind. Spur-Machine Gerhard sorgt dafür, dass wir in nicht allzulanger Zeit auch schon auf dem Johannisberg stehen. Ein Berg wie aus dem Bilderbuch!

schockierender zustand der pasterze :(
spur machine "i mag keine flachen spuren" gerhard  auf den letzten metern
 Nach ausgiebiger Rast fahren wir ab und steigen noch ein letztes mal auf Richtung Oberwalderhütte auf. Als der Schnee aus ist, treffen wir seit langer Zeit wieder Menschen. Die können gar nicht glauben was sie sehen und somit hören wir ein "picture with me". Gleich darauf stehen wir schon da zum Foto posen. Das Ganze steigert sich noch als wir am Parkplatz der Franz Josef Höhe zurück sind. Ausnahmlos jeder schaut zu uns herüber wie wir mit den Skischuhen und schwerem Marschgepäck daherklappern und werden misstrauisch begutachtet. Da schaut man nur, dass man Meter gewinnt und eine stressfreie Tourennachberesprechung beim local Wirt des Vertrauens durchführen kann.
gipfi johannisberg

wohooo
 Danke für diese Megasaison! Es war bis jetzt die erlebnisreichste und ergiebigste. Insgesamt waren es gute  75 x Touren, bei denen an die 75.000 hm erklommen worden sind. Danke auch an alle Tourenpartner und Partner. Freu mich auf die nächste Saison mit euch! :)


Mittwoch, 14. Juni 2017

Elmgrube

Schlechtwetter, Freizeitstress, Badezimmerrenovierung,... für richtige Outdoor-Wochenenden blieb in den letzten Monaten leider nicht oft Zeit. Doch nun haben wir es endlich wieder geschafft, lang geplante Vorhaben in die Tat umzusetzen. Gleich nach dem erfolgreichen Wochenende im Elbsandstein ging es mit Claudia und Hari ins Tote Gebirge.
Dort wurde in schönster Umgebung in der Sonne gechillt, gebouldert und der Salzofen bestiegen. Auch Kasnocken in der besten Jagdhütte überhaupt haben nicht gefehlt.
Ein durch und durch geniales Wochenende!

Dienstag, 13. Juni 2017

Elbsandstein

Lange davon geredet, nun endlich durchgeführt – ein Trip in die sächsische Schweiz. Die Sandsteintürme dort sind vor allem durch die wilde Absicherung bekannt. Lässt sich die Route nicht mit Knotenschlingen oder anderen weichen Sicherungsmitteln selbst absichern, so sind vereinzelt Ringhaken angebracht.

Die ersten beiden Tage blieben wir auf der tschechischen Seite und boulderten bei Sneznik und Modrin. Beide Gebiete sind sehr empfehlenswert und durchaus eine Reise wert. Positiver Nebeneffekt ist extrem billiges Essen und der Bierpreis beim Wirten pendelt bei der 1 Euro Marke.

Mein persönliches Highlight des Trips war jedoch eindeutig die Seilkletterei – leichte Routen die 25 Meter hoch sind und nur einen Ring auf 15 Meter Höhe haben. Da gelangt man nicht nur auf Grund des Chalk-Verbots ins Schwitzen. 
 






Als Abschluss legten wir noch eine Bouldereinheit im Bahratal ein und kletterten an den extrem steilen Sandsteinboulder im Sektor Schlachthaus.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Frühjahresbiketour

Um für diese spezielle Biketour den Sonnenaufgang zu erleben, wurde der Wecker auf äußerst unchristliche 02:30 Uhr gestellt. Somit stand der gemütlichen Tour im Seidwinkeltal nichts mehr im Wege.
Übersicht Biketour


Nur der Rucksack drückte ziemlich und die Steigungen mussten ein bisschen langsamer als sonst angegangen werden. Jetzt werden einige denken, "da ebnerbua mit seine deppaten skitouren hat ka bikekondi mehr". Naja, stimmt vielleicht sogar teilweise. Aber eigentlich musste bis jetz der Aufhänger Biketour herhalten, um die möglicherweise Schlechtwetter- und Wintergenervten nicht zu vergraulen.

Es wurde nämlich auch noch gehiked!
"deppate skitouren" - denkt sich auch der Bock :)

Und ja, ich gebs zu. Es wurde auch geskitoured. Es hat mir einfach noch keine Ruhe gelassen.

und de mangei
 Ausgezahlt hat es sich gewaltig: Nach einem Aufstieg mit Super-Panorama und Kaiserwetter war der Gipfel Krumlkeesskopf eher als erwartet erreicht. 
links Bildrand: Schwarzkopf, Bildmitte Ritterkopf
krumlkeeskopf
 Einer kurzen Pause folgt gleich die Abfahrt ins Diesbachkar. Danach wird erneut aufgefellt und Querung mit Aufstieg zum Modereck. Die zweite Abfahrt erfolgt durch die genial gutmütige Weißenbachrinne bei absolut perfekten Firnbedingungen.
traumfirn soweit das auge reicht
Am Ende der Rinne versperrt dann noch ein gewaltiger (aktuell aktiver) Steinschlag die Abfahrt, sodass das Bikeschuhe holen noch zum Nervenkitzel wird.
es scheint, als zerfällt da der ganze berg :(

Alles in allem absolut traumhafte Tour mit dem einzigen Manko, dass Füße nach guten 2200 hm gewaltig schmerzen. Aber das Bike wartet ja gott sei Dank schon brav zum Ausrollen. Vielleicht ein zweites Manko... Nachdem es so genial war - war das wiklich die geplante Abschiedstour für diese Saison? :)

Montag, 1. Mai 2017

Trip der Kontraste


Längere Klettertrips gehören schon seit Jahren zu den Fixpunkten im Kalender. Meist geht der Trip nur in ein Kletter- oder Bouldergebiet und dort versuche ich die coolsen Linien zu Klettern. Wenn möglich, auch die schweren Sachen.

Der diesjährige Trip hatte Frankreich zum Ziel. Anders als sonst wurden diesmal die Spielarten des Kletterns stark durchgemischt und am Schluss schon fast täglich die Disziplin und die Gesteinsart gewechselt: von Bouldern im Sandstein zu Tradklettern im Sandstein zu Mehrseillängen im Kalk zu Sportklettern im Kalk zu Bouldern und Tradklettern im Granit um am Schluss wieder beim Bouldern weiterzumachen. Anpassungsfähigkeit war dabei angesagt!

Gestartet wurde mit dem Boulder-Hotspot Fontainebleau. Die Sandsteinfelsen sind nicht umsonst weltweit unter den Boulderen bekannt und auch nach einigen Monaten würde mir dort nicht langweilig werden.


 Zweiter Stopp waren die Sandsteinfelsen in Annot. Wer behauptet, dass Risse endlose Henkel sind, sollte hierher kommen! Der 4er Cam war mein bester Freund aber zum Fürchten wars auch oft genug.

 Die große Schlucht von Verdon lockte uns als nächstes an. Nach einer kurzen Verdauungsphase zum Gewöhnen an die Ausgesetztheit gings dann bergab  und in mehreren Seillänge wieder nach oben an die Schluchtkante. Die Geier haben zwar schon über uns gekreist aber wer es wieder aus der Wand schafft, steht nicht auf ihrem Speiseplan.








Dienstag, 21. März 2017

Skitourenurlaub bei de Piefke


...oder sind es doch nur haufenweise deutsche Urlaubsgäste, welche die Unterkunft bzw. das Tourengebiet gewaltig bevölkern? Man kann nur sagen, vollkommen zu Recht dass sie ins benachbarte Skitourenparadies in die Stubaier Alpen pilgern.


fresh powder als Belohnung für den unfreiwilligen Ruhetag
sonnseitig auf  Ü 2000 m...
Trotz nicht ganz optimaler Bedingungen gehen sich zwei super Firn- und eine Powdertour als absolute Genusstouren aus. Durch Schlechtwetter am Sonntag und darauffolgenden Wochentag Montag ist es dann mit den Lieblingsnachbarn auch gar nicht so schlimm.Somit bleibt Tirol nun auch kein blinder Fleck mehr und weiß mehr als zu begeistern. Auf ein baldiges Wiedersehen!


am Grat zum Riezler Grießkogel

Freitag, 3. März 2017

Gosaukamm x 2

Im Winter 2007/2008 versuchten wir uns als völlige Skitouren - Neulinge im Weitkar. Der extreme Schneefall vom Vortag machte uns jedoch einen Strich durch die Rechnung und wir kehrten um. Seitdem nehme ich mir diese Tour jedes Jahr vor, habe es aber, wegen zu schnell entretenden Frühlings und dem daraus folgenden Kletterdrang, nicht geschafft zurückzukehren.
Wer jetzt denkt, die Klettermotivation ist weniger geworden der irrt gewaltig! Ich bin einfach schlauer geworden. Samstags Klettern weil das Wetter perfekt ist und Sonntag dann Skitour ins Weitkar da es zu kalt zum Klettern ist.

Weitkar also abgehakt aber eine Südseite gibt es ja auch noch! Nochmal schlau sein und Freitag frei machen und nichts wie hin zur Weiten Zahring. Alleine bis ganz nach oben spuren hat sich ausgezahlt. Der Abfahrtsgenenuss ist nicht zu überbieten.
 
 
 
 Mein Vorsatz: Ski ruhen lassen und kraxeln gehen. Außer es kommt jemand mit einer extrem guten Tourenidee daher dann überlege ich's mir nochmal.

Sonntag, 12. Februar 2017

Grashüpfer


Nachdem innergebirg ein voller Tag zur freien Verfügung steht, wird dort einmal ein Tourenpartner für "gemma a rassige tour" gesucht. Diese konnte asbald gefunden werden und hat auch schon eine super Tourenidee. Eine Grasbergumrundung! Diese beinhaltet 3,5 Gipfi, 3 Abfahrten, 2 Aufstiege (der aufmerksame Leser fragt sich, wie kann das sein? :) ) Schneebeschaffenheit aller Art und natürlich sehr viel Sonnenschein.
da hund und as matterhorn :)

die leiden des jungen snowboarders

langlauffeeling am grat hochkaser--> klingspitz

klingspitz ost


Bei freier Hang- und Wegwahl kommt ein wahninns Freiheitsgefühl auf. Absolut empfehlenswerte Unternehmung, bei der man optimal den Massen der Grosbergfans entfliehen kann und sowohl im Aufstieg als auch bei der Abfahrt freie Wegwahl hat.

Das Bier danach wird dann noch im Festzelt des Events vom Pinzgauer Nationalsport konsumiert. Fragen zur Herkunft und Outftitwahl werden bereitwillig beantwortet. Ob diese den Gegenübern heute noch geläufig sind ist jedoch stark zu bezweifeln. :)

Sonntag, 29. Januar 2017

Xeis Shredding

Auch in der grünen Mark gibt es das weiße Zeug das sich Schnee nennt. Im Xeis auch in ausreichender Menge um darauf talwärts zu gleiten. (Übrigens gibt's hier auch an Nöwi, er heißt hier nur anders ;-) )
Wetter und Panorama waren diesmal nicht zu toppen.

Da Dochstoa moi von da ondan Seit

Vis a vis von Hochtor, Ödstein, Festkogel, usw.

Leider scho a bissl zerspurt